Häufige Nebenwirkungen vom Dampfen

14.05.2018 10:39

Bei Risiken und Nebenwirkungen, so lautet der Hinweis bei Medikamenten häufig, solle man doch bitte seinen Arzt oder Apotheker konsultieren. Aber was ist mit den Nebenwirkungen von E-Zigaretten? Gibt es sowas überhaupt? Und wenn ja, wie kann man entsprechend darauf reagieren? Forscher sind sich heute einig, dass E-Zigaretten eine gute Alternative für all diejenigen sind, die mit dem Rauchen aufhören möchten oder denen ein Nikotinentzug empfohlen wird. Allerdings kann der Wechsel von der herkömmlichen Zigarette zur E-Zigarette einige Nebenwirkungen nach sich ziehen. Glücklicherweise sind diese allerdings gut erforscht und die meisten von ihnen sind kaum merkbar oder treten wenigstens nur zeitlich begrenzt auf. Da es aber besonders Einsteigern eine Hilfe sein kann, die Nebenwirkungen von E-Zigaretten zu kennen, bevor sie später mit ihnen konfrontiert werden, möchten wir uns in heute diesem Thema einmal genauer widmen.

Forschungsergebnisse über die Nebenwirkungen von E-Zigaretten

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Typen von Untersuchungen, die sich mit den Nebenwirkungen vom Dampfen auseinandersetzen. Eine von ihnen sucht den Dialog mit den Vapern selbst und befragt diese nach Erfahrungen, Vorlieben, Gewohnheiten und entsprechend den von ihnen erlebten Nebenwirkungen. Die anderen Studien legen ihren Schwerpunkt primär auf die Funktion der E-Zigarette als Mittel, um Menschen dabei zu unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch bei diesen fallen häufig Fragen über die Nebenwirkungen an.

Das Ergebnis dieser Studien

Kurz gesagt haben die meisten dieser Studien zum Ergebnis, dass sich milde Nebenwirkungen vom Dampfen feststellen lassen. Als solche gelten beispielsweise eine Reizung des Mund- und Rachenraums oder Husten. Diese Symptome legen sich aber in der Regel mit der Zeit. Die Studien stellten dabei auch fest, dass die Verwendung von E-Zigaretten den Verbrauch an herkömmlichen Tabak-Zigaretten drastisch reduzieren konnte.

Typische Nebeneffekte vom Dampfen

Das sind die Nebenwirkungen, die aus Studien oder Umfragen als die häufigsten hervorgehen:

Husten

Husten als Nebenwirkung tritt besonders dann häufig auf, wenn zum ersten Mal gedampft wird und hier nicht die optimalen Einstellungen gewählt werden. Auch tauchte es als Nebeneffekt in diversen Studien auf. Die Forschungsergebnisse zeigen dabei, dass zwischen 20 und 30% aller neuen Dampfer zu Beginn Schwierigkeiten mit Husten haben. Allerdings haben die Forscher gleichzeitig auch feststellen können, dass sich die Beschwerden bei den meisten Menschen schnell einstellten oder sogar ganz verschwanden. Während Umfragen besagten, dass etwa 50% der Dampfer am Anfang häufiger husten mussten, sind es später nur noch etwa 10%, was ein deutlicher Nachlass ist. Für einen Großteil aller Dampfer, ließ der Husten beinahe so schnell nach, wie er gekommen war. Um etwas nachzuhelfen, hilft es, mit der eigenen Dampftechnik zu experimentieren oder die Zusammenstellung des Liquids anzupassen, sodass der Throat Hit etwas geringer ist.

Dehydration/Halsschmerzen/Trockene Kehle/Trockene Nase

Auch wenn Propylenglykol als Zusatzstoff EU-weit zugelassen ist, sind beim Konsum dennoch einige Nebenwirkungen zu beobachten, von denen es sinnvoll ist, diese zu kennen. Dazu gehören vor allem Dehydrierung, eine trockene Kehle oder eine trockene Nase. All diese Effekte werden außerdem durch die Aufnahme von Nikotin verstärkt. Umfragen zeigen, dass etwa ein Drittel aller Vaper in Zusammenhang mit PG von Halsschmerzen geplagt wurden. E-Juice setzt sich typischerweise aus PG (Propylenglykol) und VG (Pflanzliches Glycerin) zusammen, wobei beide Stoffe dafür bekannt sind, ihrer Umgebung Flüssigkeit zu entziehen. Das hat entsprechend auch einen Effekt auf den Mund und die Kehle des Dampfers. PG kann außerdem für einen starken Throat Hit sorgen, was manche Dampfer als unangenehm oder störend empfinden. Aber nicht nur diese Stoffe im E-Liquid können für die unangenehmen Symptome sorgen. Auch Nikotin beeinflusst das Gefühl vom Throat Hit und dampft man mit einer sehr hohen Menge an Nikotin, kann auch das für ein trockenes Gefühl in der Kehle sorgen. Da allerdings ein Großteil aller Dampfer vorher regelmäßig geraucht hat, sollten die Personen dieses Gefühl vom Nikotin bereits gewohnt sein.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind eine weitere, vergleichsweise häufige Nebenwirkung vom Dampfen. Studienergebnisse zeigen hier, dass etwa jeder zehnte Dampfer zu Beginn verstärkt unter Kopfschmerzen zu leiden hat. Andere Studien belegten dann aber, dass zumindest auf lange Sicht Kopfschmerzen bei kaum mehr fünf Prozent auch weiterhin vorkommen. Auch dann besteht meist ein Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und der Verwendung von einem E-Liquid mit einem hohen Anteil an Propylenglykol. Es ist also anzunehmen, dass auch hier Dehydrierung eine Hauptursache sein könnte, weshalb man gerade Einsteigern oder denjenigen Dampfern, die regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden, nur raten kann, ausreichend und viel zu trinken, gerade, in den Phasen, in denen viel gedampft wird. Kopfschmerzen können auch ein Zeichen dafür sein, dass zu viel Nikotin verwendet wurde, also kann hier ein Reduzieren der Nikotinmenge ebenfalls zum gewünschten Nachlass der Beschwerden führen.

Übelkeit und Schwindel

Ebenfalls häufig bei neuen Vapern sind Übelkeit und Schwindelgefühl als Symptome feststellbar. Das wird von etwa 5% der Dampfer berichtet, wobei die Beschwerden sich zum Großteil auf den ersten Monat des Dampfens erstreckten. Bei Menschen, die für einen längeren Zeitraum vapen, sind die Beschwerden deutlich weniger häufig feststellbar. Während bei den meisten Beschwerden vor allem Propylenglykol und pflanzliches Glycerin die Übeltäter sind, lassen sich Übelkeit und Schwindelgefühl deutlich auf eine zu hohe Menge an Nikotin zurückführen. Erlebt man selbst eine oder beide dieser Symptome, sollte der erste Schritt darin bestehen, eine Pause vom Dampfen zu nehmen, um diese nicht noch zu verschlimmern. Erlebt man mit der Zeit beim Dampfen aber keinen Nachlass und leidet immer wieder an Übelkeit, so sollte in jedem Fall die Nikotinstärke reduziert werden, um das Problem in Zukunft zu vermeiden.

Bauchschmerzen

Auch, wenn dieser Effekt nicht von vielen berichtet und in Studien kaum als nennenswertes Problem benannt wird, so leiden doch manche Dampfer beim Umstieg auf E-Zigaretten unter Bauchschmerzen. Wieder kann auch das auf zu viel Nikotin zurückzuführen sein. Allerdings kann es sich in manchen Fällen auch um ein gegenteiliges Problem handeln. Hat man die Nikotinzufuhr zum Beispiel drastisch reduziert, können Bauchschmerzen ebenso ein Entzugssymptom sein. In jedem Fall sollte sich die Symptomatik schnell einstellen. Leidet man aber länger unter dem schmerzhaften Gefühl im Bauch, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Asthma

Ein häufiger Vorwurf von Nicht-Vapern ist, dass Dampfen für Asthma-Anfälle verantwortlich ist. Während es hier keine eindeutigen Studienergebnisse gibt, hört man doch hin und wieder von Einzelfällen, in denen das Dampfen für Asthma Symptome gesorgt hat. Eine Mehrzahl von Dampfern berichtet allerdings davon, dass ihr Asthma durch den Umstieg von der Zigarette auf die E-Zigarette deutlich nachgelassen hat. Die meisten Raucher erleben durch den Umstieg eine schnelle und bleibende Verbesserung ihrer Symptome, weshalb Asthma hier auch auf keinen Fall als besonders häufige Nebenwirkung dargestellt werden sollte.

Dampfer-Zunge

Als Dampfer-Zunge (im Englischen oft: Vaper’s Tongue) bezeichnet man das Phänomen, dass nach einer Weile regelmäßigen Dampfens der Vaper kaum mehr in der Lage ist, bestimmte E-Liquid Geschmäcker wahrzunehmen. Das betrifft dabei oft die Geschmacksrichtungen, die übermäßig häufig konsumiert wurden. Das leicht taube Gefühl auf der Zunge war bisher allerdings noch kaum Forschungsobjekt und in vielen Fällen sind auch einfach andere Ursachen für das Symptom verantwortlich, wie eine Erkältung, Stress oder Medikamentenkonsum. Will man der leicht tauben Zunge trotzdem den Kampf ansagen, hilft es, die Geschmacksrichtung zu wechseln und auf einen stärkeren Geschmack umzusteigen. Außerdem sollte man viel Wasser oder Tee trinken, um den Mund zu neutralisieren. Hausmittel sind hier auch, an einer Zitrone zu lecken oder Mundspülung zu verwenden. In den meisten Fällen reicht es aber aus, schlichtweg abzuwarten, bis die eigene Zunge sich etwas erholt hat.

Der richtige Umgang mit Propylenglykol

Propylenglykol bindet und absorbiert Wasser und ist damit für die häufigsten Nebenwirkungen bei Dampf-Anfängern verantwortlich (Dehydrierung, Halsschmerzen, trockener Mund, etc.). Glücklicherweise existieren allerdings diverse Möglichkeiten, um diesen zum Teil unangenehmen Effekten etwas entgegenzusetzen.

1: Viel Trinken

Es sollte viel Wasser getrunken werden, um die Dehydrierung zu bekämpfen und den Mundraum feucht zu halten. Auf Kaffee oder Softgetränke sollte zum Durststillen lieber verzichtet werden.

2: Mischungsverhältnis anpassen

Auf der Verpackung handelsüblicher E-Liquids findet sich meist auch das Mischungsverhältnis zwischen VG und PG abgedruckt. Hat man Probleme mit Dehydrierung, sollte man tendenziell eher ein Verhältnis mit mehr VG wählen, um die Nebenwirkungen abzumildern.

3: E-Liquid mit 100% VG wählen

Wir geben zu, diese Lösung ist alles andere als ideal. Es gibt einen Grund dazu, warum die wenigsten Dampfer pflanzliches Glycerin pur verwenden. Damit kann der Verdampfer verstopfen und man verspürt außerdem keinen oder kaum einen Throat Hit. Besteht die einzige Alternative aber darin, wieder mit dem Rauchen anzufangen, sollte man das Dampfen mit 100% VG in jedem Fall vorziehen.

Im Endeffekt sollte allerdings beachtet werden, dass auch VG einen gewissen Flüssigkeitsverlust bewirkt und man trotzdem viel trinken sollte, um diesen auszugleichen.

Nebenwirkungen von Nikotin

Während es stimmt, dass auch vom Nikotin einige Nebenwirkungen ausgehen, so sind diese bei Dampfern in den meisten Fällen nicht relevant. Die meisten Dampfer wechseln vom Rauchen zur E-Zigarette und sind damit an Nikotin bereits gewöhnt. Wir möchten die Effekte dennoch nicht unerwähnt lassen.

1: Abhängigkeit

Nikotin ist bekannt dafür, eine abhängig-machende Wirkung zu haben. Aber es sollte hier berücksichtigt werden, dass E-Zigaretten deutlich weniger Nikotin abgeben, als es bei herkömmlichen Zigaretten der Fall ist. Andere Suchtstoffe, die beim Verbrennen von Tabak entstehen, kommen beim Dampfen gar nicht vor, sodass das Suchtrisiko hier spürbar reduziert wird. Auch erste Forschungsergebnisse zeigen, dass E-Zigaretten weniger abhängig machen als normale Zigaretten.

2: Blutdruck

Nikotin kann zu einem kurzfristig erhöhten Blutdruck führen, auch wenn Studien zeigen, dass es bei langfristigem Konsum eher ein Problem mit dem Abfall vom Blutdruck gibt. Nicht für jeden sind diese Symptome spürbar, aber man sollte sie dennoch im Hinterkopf behalten.

3: Krebs

Entgegengesetzt der öffentlichen Meinung, verursacht Nikotin keinen Krebs. Stattdessen ist es die Inhalation von Rauch, die das Krebsrisiko erhöht. Dieser Nebenwirkung kann man also mit dem Umstieg zur E-Zigarette entgehen.

Andere Nebeneffekte von Nikotin:

  • Aufstoßen
  • Kopfschmerzen
  • Wundes Mundgefühl
  • Zunehmender Appetit
  • Halsschmerzen
  • Kieferschmerzen
  • Gesteigerte Speichelproduktion

Mit dem Rauchen aufhören

Auch wenn wir viele Nebeneffekte benannt haben, kann es selbstverständlich sein, dass vereinzelnd Symptome oder Beschwerden auftauchen, die wir nicht erwähnt haben. Nicht immer liegt die Schuldigkeit hier aber bei der E-Zigarette. Stattdessen ist in vielen Fällen einfach der Umstieg selbst, nämlich der Wechsel von der herkömmlichen zur E-Zigarette dafür verantwortlich, dass man Nebenwirkungen feststellt. So ist es zum Beispiel öfter mal der Fall, dass neue Dampfer sich über wunde Stellen im Mund beschweren, wobei es sich dabei um ein häufiges Symptom bei Menschen handelt, die gerade mit dem Rauchen aufhören. Das gleiche betrifft auch alle Erkältungs-ähnlichen Symptome, wie Husten, Halsschmerzen oder Kopfschmerzen. Grundsätzlich bleibt es dabei schwierig zu sagen, ob ein Symptom nun von der E-Zigarette oder doch eher davon kommt, dass man gerade mit dem Rauchen aufgehört hat. Hier bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich bestmöglich um das Problem zu kümmern und dann abzuwarten. Bei Kopfschmerzen sollte viel getrunken werden, damit man schauen kann, ob sich der Schmerz legt. Bei Übelkeit helfen eine Pause oder der Umstieg auf ein E-Liquid mit geringerer Nikotin-Stärke. Bleiben die Beschwerden trotzdem länger bestehen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich eher um Entzugserscheinungen handelt, die mit der E-Zigarette gar nicht so viel zu tun haben.

Überdosis an Nikotin

Sowohl beim Rauchen als auch beim Dampfen ist das Überdosieren von Nikotin besonders selten. Es herrschen Deutschland- und EU-weit strenge Richtlinien hinsichtlich der Maximalmenge an Nikotin, die in einem Liquid enthalten sein darf. Außerdem ist bei Personen mit Nikotinabhängigkeit häufig zu beobachten, dass ihnen die Dosierung sehr leicht fällt und sie mit dem Konsum stoppen, bevor sie zu viel Nikotin aufnehmen. Übertreibt man es aber, könnte man eines oder mehrere der folgenden Symptome an sich feststellen:

  • Schwindel
  • Schwächegefühl
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schneller Herzschlag
  • Bauchschmerzen

Stellt man diese Symptome fest, sollte man sofort mit dem Dampfen stoppen und sich stattdessen hinlegen. Die gute Nachricht ist allerdings, dass der menschliche Körper Nikotin sehr schnell verarbeitet. Die Symptome lassen dadurch schnell nach und, wenn man die Nikotinzufuhr stoppt, halten sie niemals lange an.

Positive Nebeneffekte vom Dampfen

Alle Studien, die sich gezielt mit den Nebenwirkungen von E-Zigaretten befasst haben, haben dabei bei den Teilnehmern vor allem eine große Anzahl positiver Nebeneffekte beobachten können. Dampfer berichteten von etlichen Verbesserungen, zum Teil sogar von zuvor bestehenden chronischen Erkrankungen. Es gibt also viele gute Gründe für Raucher, die Zigarette aufzugeben und stattdessen zur E-Zigarette zu greifen.

  • Verbesserung der Gesamt-Gesundheit
  • Leichteres und verbessertes Atmen
  • Erhöhte Ausdauer
  • Verbesserung von Geruchs- und Geschmackssinn
  • Weniger Husten
  • Verbesserung von Asthma und anderen Krankheiten

Fazit

Wer von der Zigarette zur E-Zigarette wechselt, der erlebt dadurch höchstwahrscheinlich einige Nebeneffekte. Die meisten der negativen Nebenwirkungen werden sich allerdings als temporär herausstellen und im Vergleich zu den negativen Effekten vom Rauchen eher mild wirken. Selbst die Forscher, die sich der Untersuchung besagter Auswirkungen verschrieben haben, kamen am Ende ihrer Studien zu dem Ergebnis, dass die positiven Veränderungen, die durch den Wechsel auftreten, gegenüber den negativen Nebeneffekten deutlich überwiegen.

Sollten noch Fragen hinsichtlich der Nebenwirkungen vom Gebrauch von E-Zigaretten bestehen, sind wir hier jederzeit zu erreichen.

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