Gepanschte Liquids & der Kampf gegen die Medien

13.01.2020 11:31
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Die Negativschlagzeilen rund um die E-Zigarette häufen sich in letzter Zeit immer mehr. Häufig handelt es sich hierbei um Meldungen, zu denen seitens der Nachrichtenportale nicht ausreichend recherchiert wird. In diesem Beitrag erfährst du, wie gegen diese Falschmeldungen vorgegangen wird.

Zunächst geht es jedoch erst einmal um eine wichtige Warnung zum Thema gepanschte Liquids:

GEPANSCHTE LIQUIDS VERBREITEN SICH WEITER IN DEUTSCHLAND

Ende November letzten Jahres berichteten wir über gepanschte Liquids, die in Bremerhaven aufgetaucht sind, nachdem dort Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Sie klagten über Symptome wie beispielsweise Krämpfe, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen und mehr. Als Ursache hierfür wurden schnell gepanschte THC Liquids identifiziert.

Nun warnen die Landeskriminalämter Nordrhein-Westfalens und Baden-Württembergs sowie die Polizei Saarland ebenfalls vor gepanschten Liquids in den jeweiligen Regionen. Neben zahlreichen gefährlichen Zusätzen wie giftigen Stoffen oder sogar K.O.-Tropfen, sollen diese Liquids auch künstlich hergestelltes THC enthalten. Die Liquids werden auf dem Schwarzmarkt auch unter der Bezeichnung “E-Joints” verkauft.

WIE GEFÄHRLICH SIND DIE GEPANSCHTEN E-JOINTS?

Extrem! Im Gegensatz zu frei verkäuflichen Liquids werden die gepanschten Liquids unter keinerlei Regulierung hergestellt. Auch erfährt man als Konsument nie, welche Zusatzstoffe wirklich in den Flüssigkeiten enthalten sind. Neben dem gefährlichen künstlichen THC, das beim menschlichen Körper teilweise heftigste gesundheitliche Schäden verursachen kann, sind auch die Gefahr der weiteren enthaltenen Substanzen nicht zu vernachlässigen. Und es ist wohl kaum davon auszugehen, dass einem Straßendealer deine persönliche Gesundheit am Herzen liegt oder er sich über die Gefahr von Zusatzstoffen wie beispielsweise dem Vitamin-E-Acetat informiert, das beispielsweise für die Todesfälle in den USA verantwortlich war.

WIE KANN ICH MICH VOR GEPANSCHTEN LIQUIDS SCHÜTZEN?

Das ist eigentlich ziemlich einfach - kaufe deine Liquids nicht bei Tickern auf der Straße oder dubiosen Online-Shops, sondern nur bei seriösen Händlern die über Positive Bewertungen verfügen und sucht hiernach gegebenenfalls bei Google & Co. Gemäß der Polizei NRW steht auf manchen Fläschchen mit gepanschtem Liquid sogar “NOT FOR HUMAN CONSUMPTION”, also “nicht für den menschlichen Konsum geeignet”. Wenn du diesen Aufdruck auf einer Flasche siehst .. naja.. ist doch eigentlich klar, oder?

Und noch ein kleiner Tipp: THC-Liquid gibt es in Deutschland NICHT. Bietet dir also jemand ein solches Liquid an, ist dieses garantiert gepanscht und nicht aus einer geprüften und sicheren Produktion. Was es dagegen sehr wohl gibt, ist Liquid mit dem nicht-psychoaktiven Wirkstoff CBD, das je nach Dosierung und Person zahlreiche positive Effekte beim menschlichen Körper hervorrufen kann.

BESCHWERDE GEGEN DIE ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN

Kommen wir nun zu einem etwas erfreulicheren Thema, wobei auch dieser Kampf nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Erinnerst du dich an unseren Beitrag zu schlechten Studien und unseriöser Berichterstattung zur E-Zigarette? Öffentlich-Rechtliche Medien berichteten über eine von Fehlern übersäte Studie, deren Ergebnisse sie als bare Münze verkauften. Jetzt wehrt sich der VdeH (Verband des eZigarettenhandels) - zu dem übrigens auch wir von DampftBeiDir gehören - gegen diese Meldungen und hat eine Formelle Beschwerde bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten eingereicht.

WER ODER WAS IST DER VDEH?

Der VdeH ist der Ende 2011 gegründete Branchenverband der E-Zigarettenwirtschaft, bestehend aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese Unternehmen handeln mit E-Zigaretten, Liquids und Zubehör und verfolgen mehrere Ziele, wie bspw. die Aufklärung der Öffentlichkeit zur E-Zigarette oder die Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs.

WORUM GEHT ES BEI DER BESCHWERDE?

Anlass zu der Beschwerde des VdeH war die Berichterstattung der tagesschau zur Studie von Stanton Glantz aus den USA, die auch von anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten wie beispielsweise dem SWR oder auf Sozialen Medien verbreitet wurde.

Der VdeH prangert an, dass die tagesschau die Aussagen der Studie falsch wiedergebe und schwerwiegende (wissenschaftliche) Mängel an der Studie weder untersuchte, noch den Lesern gegenüber erwähnte.

Michal Dobrajc, Vorsitzender des VdeH, bezeichnet diese Vorgehensweise sogar als “moralische Bankrotterklärung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks”.

Die formelle Beschwerde, die der VdeH verschickt hat, “ richtet sich an die Gremienvorsitzendenkonferenz des ARD, sowie dem Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg, dem Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks, dem Rundfunkrat des Südwestrundfunks, dem Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks, dem Hörfunk- und Verwaltungsrat des Deutschlandradios und der Intendanz der Deutschen Welle.”

Der VdeH wünscht sich eine Kritische Auseinandersetzung

Bei seiner Beschwerde geht es dem Verband jedoch nicht darum, jeden der negativ über E-Zigaretten spricht mundtot zu machen. Vielmehr wünscht man sich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema und eine genaue Analyse der Vor- und Nachteile.

Und dazu gehört auch, Studien auf Ihre wissenschaftliche Faktenlage hin zu untersuchen, anstatt einfach die persönliche Meinung des Studien-Autors ungeprüft zu übernehmen. Dies stelle eine enorme Gefahr dar, da dadurch beispielsweise Personen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, von dieser nachgewiesenermaßen weniger schädlichen Alternative abgeschreckt werden.

- und wie werden ARD und Co auf die Beschwerde des VdeH reagieren? Das erfährst du direkt bei uns, sobald es neues zu dem Thema gibt.

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